Nationaler Flüchtlingstag / Flüchtlingssonntag

Menschen, die aus ihren Heimatländern vor Gewalt und Verfolgung flüchten mussten, erhalten in der Schweiz Schutz. Der nationale Flüchtlingstag/Flüchtlingssonntag findet jeweils am dritten Juni-Wochenende in vielen Orten und Kirchgemeinden statt. Er würdigt das Schicksal sowie den Mut der Flüchtlinge und ist daher ein Fest, ein Tag der Besinnung und des Kampfes für das Menschenrecht auf Asyl. Die Schweizerische Flüchtlingshilfe bestimmt ein jährliches Motto. Die Kirchen und die jüdische Gemeinschaft befassen sich in ihrem Aufruf mit dem Thema. Das HEKS stellt Kirchgemeinden aktuelle Fakten und Materialien für den Flüchtlingssonntag zusammen.

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Bausteine für den Gottesdienst

Internationaler Tag des Flüchtlings

Am 20. Juni 2001 gedachten zum ersten Mal zahlreiche Länder jenen, die alles verloren haben. Der 20. Juni wurde zum afrikanischen Tag des Flüchtlings. Um sich solidarisch mit Afrika zu zeigen, haben die Vereinten Nationen den internationalen Tag des Flüchtlings übernommen. Heute werden in über 70 Ländern, darunter auch die Schweiz, kulturelle Begegnungen und festliche Aktivitäten organisiert.


Aktion «Beim Namen nennen» der offenen kirche bern
Am Wochenende des Internationalen Flüchtlingstages (19./20. Juni 2021) werden in neun Schweizer Städten in Kirchen die Namen der Menschen gelesen, die auf ihrer Flucht nach Europa gestorben sind. Parallel dazu organisiert das Organisationskomitee der Aktion «Beim Namen nennen» eine Postkartenaktion. Sechs Kunstschaffende von hier und anderswo haben je ein Sujet gestaltet, welche Menschen an die National- und Ständeräte ihres Wohnkantons schicken können, um sie aufzufordern, sich dafür einzusetzen, dass die Schweiz in Europa einen sicheren Hafen bietet. 

Die Postkarten können online bestellt werden
Flyer «Beim Namen nennen» offene Kirche Bern 


Tag des Flüchtlings der Schweizerischen Flüchtlingshilfe
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) legt ihren Schwerpunkt beim diesjährigen Weltflüchtlingstag auf die Situation getrennter Familien. Die Schweiz verwehrt vielen geflüchtete Menschen den Familiennachzug, sodass diese in ständiger Sorge um ihre Liebsten leben müssen. Für die SFH ist klar: Diese Trennung ist unmenschlich und erschwert die Integration. Informationen und Materialien für eigene Aktionen finden Sie auf der Seite zum Tag des Flüchtlings


Weiterführende Links
Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH)
Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz
HEKS Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz 
UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR)


Mehr zum Thema Flucht und Asyl


Blick zurück

Seit 1993 sind mindestens 40'555 Menschen beim Versuch, nach Europa zu flüchten, gestorben. Die meisten sind im Mittelmeer ertrunken. Andere wurden erschossen, sind erstickt. Männer, Frauen, Jugendliche, Kinder, Babys.

Aus diesem Grund wurden am 20. und 21. Juni 2020 in der Heiliggeistkirche in Bern während 24 Stunden die Namen dieser verstorbenen Menschen gelesen und geschrieben. Bei jedem Verstorbenen wurde die Todesursache erwähnt. Die Protestbriefe wurden bei der Bundeskanzlei eingereicht, Kopien davon gingen an die EU und das europäische Parlament.

Weiterführende Links
Beim Namen nennen
List of Deaths