Blue Community - Commitment für das Menschrecht auf Wasser

Seit 2013 koordiniert der Bereich OeME-Migration der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn in die internationale Initiative «Blue Community» in der Schweiz. Blue Communities sind Kirchgemeinden, Städte, Hochschulen und andere Institutionen, die sich für die Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser und einen nachhaltigen Umgang mit der kostbaren Ressource einsetzen. Sie engagieren sich dafür, dass Wasserversorgung und - nutzung in der öffentlichen Hand bleiben und pflegen dazu einen langfristigen Wissens- und Erfahrungsaustausch mit Partnern im In- und Ausland.

Initiantin von Blue Community ist die Wasseraktivistin und ehemalige UN-Beraterin zum Thema Wasser Maude Barlow. Gemeinsam mit der zivilgesellschaftlichen Organisation "Council of Canadians" hat sie die Initiative 2009 als Protest gegen Wasserprivatisierungen in Kanada lanciert. Mittlerweile haben sich in Nord- und Südamerika sowie Europa Dutzende Städte, Gemeinden und Institutionen zu Blue Communities erklärt. Mit der Übernahme der Koordination von Blue Community Schweiz durch den Bereich OeME-Migration haben sich seit 2013 auch in der Schweiz über 35 Kirchgemeinden, Hochschulen, politische Gemeinden und weitere Institutionen der internationalen Bewegung angeschlossen. Damit ist Blue Community neben Kanada in der Schweiz besonders stark vertreten

Beatrice Stäuber und Maude Barlow bei der Übergabe des Blue Community-Zertifikats im Haus der Kirche

Ökumenische Wassererklärung
Gleich zu Beginn der UN-Dekade für das Menschenrecht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser (2005-2015) verabschiedeten Kirchenvertreter aus Brasilien und der Schweiz die ökumenische Wassererklärung. Darin wird gefordert, Wasser als Menschenrecht und öffentliches Gut anzuerkennen. Für die Kirchen ist die Wassererklärung Aufruf und Verpflichtung, Wasser als Lebensgrundlage und spirituelles Element wahrzunehmen und zu respektieren. Damit haben die Kirchen ein Zeichen gesetzt, das fünf Jahre später in der UN-Wassererklärung 2010 zur Grundlage der Völkergemeinschaft wurde. Seither geht es darum, auch bei der Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser Zeichen zu setzen. Die steigende Nachfrage nach Wasser, Fragen des Zugangs, der Verteilung und der Dienstleistungen bleiben aktuelle Herausforderungen.

Engagement des ökumenischen Wassernetzwerks
Mit beständiger Vernetzung kirchlicher Akteure setzt sich auch das ökumenische Wassernetzwerk für die Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser ein. Die Werke, die mit der reformierten Kirche verbunden sind, tun dies mit ihrem entwicklungspolitischen Handeln und mit konkreten Projektaktivitäten.

 

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