Ostermarsch Bern

Der Ostermarsch wurde abgesagt, unser Bedürfnis nach Frieden bleibt unverändert

Wir bedauern, dass der traditionelle Ostermarsch nicht stattfinden kann. Gleichzeitig ist die Krise, die wir durchmachen, zweifellos eine einzigartige Gelegenheit, um unsere Lebensweise und unsere Gesellschaft zu überdenken.

  • Wir wollen mehr Unterstützung in der Pflegearbeit dank des Zivildienstes: diese Krise zeigt uns, die echte Gefahr ist kein militärischer Angriff, sondern eine Gesundheitskrise.
  • Wir wollen mehr Solidarität: diese Krise zeigt, wie wichtig  Solidarität über alle Grenzen hinweg ist.
  • Wir wollen in Solidarität bleiben mit unseren Nachbarn wie auch beispielsweise mit den Menschen in Syrien oder in Gaza.
  • Wir wollen mehr Gleichheit zwischen Männern und Frauen und ein Ende der häuslichen Gewalt: Diese Krise gibt uns die Möglichkeit, die Augen zu öffnen und eine echte Verteilung der care-Arbeit sowie eine Gesellschaft ohne Gewalt zu fordern.
  • Wir wollen mehr Rücksicht auf unsere Umwelt und die natürlichen Ressourcen nehmen: Diese Krise gibt uns die Möglichkeit, unseren konsumgeprägten Lebensstil zu überdenken und sich für einen fairen und nachhaltigen Zugang zu den Ressourcen für alle einzusetzen – eine Voraussetzung für echten Frieden.

2020 findet Ostern ohne Friedensmarsch, ohne Ostermarsch statt.2021, beim nächsten Marsch, wird sich die Welt verändert haben.Wir haben die einmalige Gelegenheit, sie friedlicher zu gestalten. Es liegt an uns! Bleiben wir solidarisch!Flyer 2020Impressionen 2019Beitrag Ostermarsch 2019 Telebärn


Flyer 2020
Impressionen 2019
Beitrag Ostermarsch 2019 Telebärn

 


Flüchtlinge auf Lesbos äussern sich zur Lockerung der Kriegsmaterialverordnung

Der Beschluss von Bundesrat und Parlament, die Kriegsmaterialverordnung zu lockern, hat viel Kritik hervorgerufen. U. a. haben in der Schweiz Vertreterinnen und Vertreter von verschiedenen NGOs und kirchlichen Organisationen im Frühsommer einen Brief an die sicherheitspolitische Kommission des Ständerats verfasst und darin auf die Gefahren einer solchen Lockerung aufmerksam gemacht. Auf lokaler Ebenen haben freiwillige Helferinnen und Helfer auf der griechischen Insel Lesbos Geflüchtete interviewt und sie gefragt, wie sie über die geplanten Waffenexporte denken. Damit wollen sie ein Zeichen gegen die geplante Lockerung der Bestimmungen für Waffenexporte setzen.

 

Geschichte des Ostermarsches in Bern

Seit 2003 ist der Ostermarsch Bern fester Bestandteil in der Agenda der Friedensbewegten. Damit wird eine internationale Tradition von Osterkundgebungen für Frieden und Abrüstung fortgeführt. Die Zusammenarbeit von Kirchen und Friedensorganisationen hat sich bewährt und intensiviert. Die Koordination liegt bei der Fachstelle OeME und der GSoA Bern. Der Ostermarsch vereinigt Menschen verschiedener Herkunft: Kirchliche und friedenspolitische Stellen und Bewegungen arbeiten Hand in Hand zusammen. So sind am Ostermarsch jüngere und ältere, ländliche und städtische, politisch bewegte und kirchlich engagierte Frauen und Männer gemeinsam unterwegs. Der Ostermarsch hat eine gesamtschweizerische Ausrichtung und wird zweisprachig auf Deutsch und Französisch durchgeführt.

Vergangene Ostermärsche
2019 "Frieden statt Krieg exportieren!"
2018 "Gerechtes Wirtschaften für den Frieden"
2017 "Mein Geld führt Krieg - Waffengeschäfte von Pensionskassen und Banken stoppen!"
2016 "Entrüstung für den Frieden - Geflüchtete willkommen heissen"
2015 "Solidarität mit Kriegsbetroffenen"
2014 "Sicherheit schaffen: mit Bildung und Gesundheit statt Waffen"
2013 "Hand in Hand für eine faire Asylpolitik"
2012 "Stopp der wirtschaftlichen Gewalt ? Rohstoffe gehören allen"
2011 "Ins Leben investieren statt von Zerstörung profitieren - Entmilitarisierung weltweit!"

 

Kontakt
Lisa Krebs
Bereich OeME-Migration
Reformierte Kirchen Bern-Jura-Solothurn
E-Mail
Telefon 031 340 24 24