Offene Kirchen – Zeichen für Offenheit und Präsenz

Standpunkt des Synodalrats (2012)

Immer mehr reformierte Kirchgemeinden empfangen ihre Gäste mit offenen Kirchentüren und gastfreundlich gestalteten Kirchenräumen. Der Synodalrat der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn begrüsst diese Entwicklung und ermutigt alle Kirchgemeinden, sich mit Schritten zur Öffnung auseinander zu setzen.

Erkennbar gastfreundliche Kirchgemeinden nehmen ein zunehmendes Bedürfnis nach spirituellen Oasen auf und setzen Zeichen für die Offenheit und Präsenz der Reformierten Kirchen. 

Viele Menschen erleben Kirchenräume bei Gottesdiensten, an Kasualien und kirchlichen Festen, geniessen sie an kulturellen Veranstaltungen oder suchen Kirchen auf, weil ihr Alltag laut und hektisch geworden ist. Vielleicht wollen sie über Schwieriges nachdenken und hoffen auf Trost; vielleicht wollen sie beten und suchen die Verbundenheit mit Gott.

Traditionell sind reformierte Kirchen Versammlungsräume für die christliche Gemeinde, um Gottes Wort zu hören und die Sakramente zu empfangen. Kirchenräume werden aber zunehmend für den Rückzug aus dem Alltag besucht und als Erfahrungsräume der eigenen Religiosität genutzt. So erfüllen sie auch ausserhalb der Gottesdienste eine spirituelle Aufgabe.

Kirchgemeinden sind Gastgeberinnen und sorgen dafür, dass sich ihre Gäste willkommen fühlen. Kirchenräume sind eine wichtige Schnittstelle zur Gesellschaft. Mit der Gestaltung ihrer Kirchenräume bringt die Kirchgemeinde ihre religiöse Grundhaltung zum Ausdruck; Kirchenräume sind Visitenkarten.

Der Synodalrat ist sich bewusst, dass diese Schritte in Wahrnehmung von Standort, Tradition und Bedürfnissen sorgfältig geplant und breit abgestützt werden müssen. Er unterstützt diese Bemühungen mit einer Praxishilfe für die Umsetzung und diversen Materialien.

Der Synodalrat empfiehlt den Kirchgemeinden, ihre Kirchenräume verlässlich offen zu halten und die Öffnungszeitenzu publizieren. Mit dem Kirchensonntag 2012 mit dem Titel «WILLKOMMEN – Gastfreundschaft in unserer Kirche» setzt die Landeskirche ein weiteres Zeichen.

Referent des Synodalrates: Stefan Ramseier

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