Menschen mit Handicaps

Diakonie ist ein Wesensmerkmal der Kirche. Diakonisches Handeln ist somit eine Grundaufgabe der Kirche. Als Ebenbild Gottes haben alle Menschen das Recht als eigenständige Persönlichkeit in Kirche und Gesellschaft zu wirken.

Schön, dass es mich gibt; schön, dass es dich gibt; schön, dass es uns gibt. Gott hat zu mir und zu dir und auch zu den vielen anderen Menschen um uns herum Ja gesagt, noch bevor wir etwas geleistet haben, noch bevor wir auf der Bühne des Lebens unsere Rolle zu spielen begonnen haben.


Spirituelle Angebote für Menschen mit einer Behinderung

Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn engagieren sich für eine Gesellschaft, in der sich Menschen mit Behinderung wohlfühlen und an der sie partizipieren.

Menschen mit Behinderung bringen eine – vielleicht ungewohnte – Dynamik ins Leben einer Kirchgemeinde. Sie bewusst in die Aktivitäten mit einzubeziehen, ist Herausforderung und Chance zugleich. Allerdings sollen nicht die Defizite dieser Menschen ins Zentrum gestellt werden. Vielmehr geht es darum, ihre besonderen Fähigkeiten und Ressourcen als Bereicherung für das Leben der Kirchgemeinde erfahrbar zu machen.

Ausschnitt aus «Standpunkt des Synodalrats»


Broschüre «Dazugehören - Menschen mit Behinderung in unseren Kirchgemeinden»

Hier finden Sie kommende Veranstaltungen und spirituelle Angebote.

Angebote aus Kirchgemeinden und kirchlichen Bezirken

Die verschiedenen Anlässe werden laufend auf unserer Agenda aufgeschaltet.

Der «Zapfe» ist eine begleitete Gruppe von geistig behinderten Menschen. Die Mitglieder dieser Gruppe treffen sich ca. 8 Mal pro Jahr, um gemeinsam etwas zu unternehmen. Zum Programm gehören der Besuch von Gottesdiensten, ein alljährlicher Lottomatch, Ausflüge, das kantonale Wohngruppentreffen sowie die Weihnachtsfeier.

Kontakt: Ref. Kirchgemeinde Biel, Regula Sägesser, Calvinhaus, Mettstrasse 154, 2503 Biel / 032 341 88 11 / 079 667 15 00 / E-Mail

Die «Kirche im Domino» ist ein ökumenisches Angebot der reformierten und katholischen Kirchgemeinden Bern für Jugendliche und Erwachsene ab Konfirmation/Firmung/Schulaustritt. Jeweils im Frühling und Herbst verbringen die Teilnehmenden einen Tag mit einer biblischen Geschichte, singen, spielen, tanzen, basteln oder feiern. Das gemeinsame Mittagessen mit anschliessender Kaffeepause gibt die Gelegenheit zum gemütlichen Zusammensein.

Kontakt: Elisabeth Schär / 031 992 75 88 / E-Mail

«Kumbaya» ist ein weiterführendes Angebot für Jugendliche, die im Rahmen der heilpädagogischen kirchlichen Unterweisung (Hp KUW) konfirmiert worden sind. An vier Samstagen pro Jahr treffen sich die jungen Menschen aus dem kirchlichen Bezirk Unteres Emmental in Burgdorf. Die Treffen sind eine Plattform des gegenseitigen Austausches und der Anteilnahme. Jede Zusammenkunft steht unter einem Thema, das die jungen Menschen seelisch und geistig stärkt. Das gemeinsame Mittagessen verleiht dem jeweiligen Samstag seine Mitte. Einmal pro Jahr wird ein Ausflug unternommen.

Kontakt: Barbara Moser / 078 626 93 32 / E-Mail

«Mandala» Oberaargau ist ein weiterführendes Angebot für Jugendliche und Erwachsene, die im Rahmen der heilpädagogischen kirchlichen Unterweisung (Hp KUW ) konfirmiert worden sind. An vier Samstagen pro Jahr treffen sich die jungen Menschen aus dem kirchlichen Bezirk Oberaargau. Die Treffen sind eine Plattform des gegenseitigen Austausches und der Anteilnahme. Jede Zusammenkunft steht unter einem Thema, das die jungen Menschen seelisch und geistig stärkt. Auch Ideen die von den Teilnehmenden eingebracht werden, werden nach Möglichkeit umgesetzt und durchgeführt. Das gemeinsame Mittagessen verleiht dem jeweiligen Samstag seine Mitte. Im Advent wird das Treffen jeweils mit einer kleinen Feier und der Anwesenheit unserer Begleitpfarrerin in der Kirche abgeschlossen. Einmal pro Jahr wird ein Ausflug unternommen.

Kontakt: Ruth Loosli / 079 648 26 88 / E-Mail

Hörbehindertengemeinde

Die Hörbehindertengemeinde schafft mit ihrer Arbeit Raum dafür, dass hörbehinderte Menschen ihren Lebensweg eigenständig gestalten können. Die Anliegen und Bedürfnisse hörbehinderter Menschen sollen in den Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und in der Gesellschaft wahrgenommen und verwirklicht werden.

Weitere Informationen

Die Kirchgemeinde als soziale Arbeitgeberin

Erwerbsarbeit hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Wer arbeitslos wird, fühlt sich oft nicht mehr zugehörig. Das Bild vom Leib Christi zeigt uns, dass Gottes Welt eine unteilbare Welt ist, in der alle Menschen das Recht auf Zugehörigkeit und Teilhabe haben. Dieses Bild fordert die Kirche als Arbeitgeberin heraus. Auf der einen Seite benötigen Mitarbeitende mit einem Handicap zusätzliche Mittel oder Ideenreichtum, um sich mit ihren Ressourcen voll einzubringen oder ihre Beeinträchtigungen z. B. betreffend Mobilität, Kommunikation und/oder Leistungsfähigkeit zu kompensieren. Auf der anderen Seite bringen Menschen mit Behinderungen Gaben und Lebensorganisationsformen mit, die das Beziehungsgefüge in der Kirche bereichern und die Gemeinschaft stärken können. Sie schaffen damit ein Gegengewicht zu ökonomisierten, rationalisierten Gesellschaftsentwürfen, von denen auch die Kirche nicht verschont bleibt.

Postulat Buchter
Bericht des Synodalrats / Kenntnisnahme und Abschreibung durch die Synode

Publikationen
«Digital dabei!» Die Broschüre von insieme Schweiz und der BFF Bern unterstützt Eltern und Begleitpersonen von Kindern mit einer geistigen Behinderung bei der Medienerziehung.
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