Definition von Freiwilligenarbeit

a) Wie wird Freiwilligenarbeit definiert?

Für die Erfassung der Leistungen von Freiwilligen gilt die im «Leitfaden zur Freiwilligenarbeit für reformierte Kirchgemeinden» Kap. 1 festgehaltene Definition:

Freiwilligenarbeit ist ein gemeinnütziger Beitrag an Mitmenschen und Umwelt mit folgenden Kriterien:

  • Das Engagement geschieht aus freiem Willen und schliesst Aufgaben innerhalb der Kernfamilie und der Erwerbsarbeit aus. Das heisst, dass Überzeit keine Freiwilligenarbeit ist.
  • Freiwilligenarbeit ist unentgeltlich: Weder Arbeitszeit noch die -leistung werden finanziell entlohnt. Die Vergütung effektiver Spesen, Beiträge an Weiterbildung sowie Anerkennungsgeschenke gelten innerhalb dieser Definition nicht als finanzielle Entschädigungen.
  • Freiwilligenarbeit soll die bezahlte Erwerbsarbeit ergänzen. Sie ist im Jahresdurchschnitt auf 6 Stunden pro Woche begrenzt.
  • Freiwillige Verpflichtungen sind selbst gewählt und nicht an einen rechtlich verbindlichen Arbeitsvertrag  gebunden.  Die  Engagierten  bestimmen  Art  und  Umfang  der  Aufgaben  mit.  Getroffene Vereinbarungen können in Absprache verändert werden.

b) Werden Tätigkeiten, die mit Entgelten abgegolten werden auch der Freiwilligenarbeit zugeordnet?

Sobald Arbeitszeit und -Leistung von Freiwilligen entlohnt wird (auch mit geringfügigen Entgelten) und sie lohnausweispflichtig wird (siehe Meldepflicht von Freiwilligenarbeit), kann diese nicht mehr der Freiwilligenarbeit zugeordnet werden. Diese Tätigkeiten werden in der Finanzbuchhaltung nach dem Kontenplan HRM2 für die Kirchgemeinden und Gesamtkirchgemeinden des Amts für Gemeinden und Raumordnung erfasst (Kontenplan: BSIG Nr. 1/170.111/13.14).