Lunch am Puls

Gesellschaftliche Entwicklungen prägen unseren Arbeitsalltag. Was uns persönlich betrifft und betroffen macht, ist oft vielschichtig. Der Austausch mit Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen wie auch Experten und Expertinnen hilft uns, die Komplexität zu reflektieren und fassbarer zu machen. Dadurch erweitern sich unser Handlungsspielraum und unsere Handlungsmöglichkeiten.

Lunch am Puls bietet Angestellten Sozialdiakonie und weiteren interessierten Fachpersonen einen solchen Austausch. Das Programm 2020 widmet sich dem Themenfeld Familie. Die Treffen finden über Mittag (inkl. kleinem Lunch) statt. Nach den Kurzreferaten bleibt Zeit für Fragen und Austausch.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich. Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an Alena Ramseyer: Mail / 031 340 25 72.

Programm 2021

Christliche Familienbilder - vom Ideal zu neuem Verständnis

Die christliche Tradition birgt eine Fülle von Bildern und Werten, die auch unser heutiges Verständnis von Familie prägen. Welche davon tragen und halten zusammen? Welche grenzen aus? Welche wirken befreiend und ermutigend? Darüber finden heute intensive Auseinandersetzungen statt. Woran können wir uns orientieren, wenn wir Familien in der kirchlichen Arbeit begleiten und unterstützen wollen? Welche Familienbilder begegnen uns in der Bibel? Können sie heute noch hilfreich sein? Und wie hat die Reformation die Rollenbilder verändert? Das Referat stellt kritische Fragen und sucht nach Werten, die in den Kirchen von heute Familienpolitik und diakonisches Handeln leiten können.

Referat von Sabine Scheuter, Theologin, Beauftragte für Personalentwicklung und Diversity der Reformierten Kirche Zürich, Präsidentin der Frauenkonferenz des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes

Wann: 19. Januar 2021, 12:00 bis 13:15 Uhr
Wo: Haus der Generationen, Bogenschützensaal 2, Bern

Eine Anmeldung ist erforderlich. 
Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an Alena Ramseyer: Mail / 031 340 25 72.

 

Die neuen Väter und was dies für die Mütter bedeutet: Weshalb Familie nur gemeinsam gelingt

Der Standardvorwurf an Väter ist fast immer der Gleiche: Sie tun zu wenig im Haushalt und sind in der Familie zu wenig präsent. Gleichzeitig hat gerade die Corona-Pandemie gezeigt, dass die Mütter wiederum die familiäre Hauptverantwortung übernommen haben. Basierend auf empirischen Daten eigener Studien verweist Prof. Margrit Stamm in ihrem Referat auf zwei Tatsachen: Das, was Väter durchschnittlich leisten, wird oft ausgeblendet. Umgekehrt haben Mütter eine Schlüsselposition, wie sie ihre eigene Rolle definieren und inwiefern sie auch bereit sind, Verantwortung abzugeben und den Partner  als autonome Person anzuerkennen. 

Referentin: Margrit Stamm, Professorin emerita für Erziehungswissenschaft an der Universität Fribourg, Direktorin des Forschungsinstituts Swiss Education

Wann: 25. Mai 2021, 12:00 bis 13:15 Uhr
Wo: Haus der Generationen, Bogenschützensaal 2, Bern

Eine Anmeldung ist erforderlich. 
Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an Alena Ramseyer: Mail / 031 340 25 72.

 

Wie gelingt ein glückliches Leben?

Wer möchte nicht ein glückliches Leben, auf das er zurückblicken kann? Mach dich glücklich oder sei glücklich sind allgegenwärtige Schlagwörter im Alltag. Doch was macht schlussendlich ein glückliches Leben aus? Wie wird man glücklich? Welche Zutaten sind Aus dem Blickwinkel der Positiven Psychologie und der Erfahrung als Psychologe und Forscher werden wissenschaftliche sowie alltagspsychologische Tipps und Hintergründe vermittelt, die glücklicher machen können. 

Referent: lic. phil. Timur Steffen, Psychologe, Verantwortlicher Stepped Care Kanton Bern des Psychiatriezentrum Münsingen AG PZM, Vorstand Berner Bündnis gegen Depression

Wann: 7. September 2021, 12:00 bis 13:15 Uhr
Wo: Haus der Generationen, Bogenschützensaal 2, Bern

Eine Anmeldung ist erforderlich. 
Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte an Alena Ramseyer: Mail / 031 340 25 72.

 

Vergangene Veranstaltungen

Psychische Erkrankungen sind eine Familienangelegenheit

Erkrankt ein Elternteil psychisch, so leidet das ganze Familiensystem. Welche Auswirkungen dies auf die Kinder hat, erklärte Dr. Thomas Ihde anlässlich Lunch am Puls.

Je nach Alter des Kindes und je nach Diagnose, sind die Auswirkungen einer psychischen Erkrankung eines Elternteils alarmierend oder verschieden schwierig. Eine Herausforderung für das gesamte Familiensystem sind sie immer. Dr. Thomas Ihde zeigte in seinem Referat anlässlich Lunch am Puls auf, wie Kinder in verschiedenen Altersgruppen und Entwicklungsstadien unterschiedlich reagieren. Er stellte zudem Methoden vor, wie der ganzen Familie geholfen werden kann, und nicht nur - wie heute üblich - ausschliesslich der erkrankten Person.

Referat von Dr. med. Thomas Ihde
Konferenzbericht von Susanne Thomann 

 

Was der Liebe gut tut

Partnerschaft ist ein komplexes Ding, wenn es auf dem Seziertisch der Wissenschaft untersucht wird. Und genau das tat Guy Bodenmann, Professor für Klinische Psychologie und Paarforscher an der Universität Zürich, anlässlich der Lunch am Puls-Veranstaltung zum Thema "Was der Liebe gut tut". Keine Spekulationen, sondern Fakten, etwa der erstaunliche Zusammenhang zwischen Mortalität und Partnerschaft. Bodenmann zeigte nicht nur auf, was eine Beziehung stärkt und was sie gefährdet, er stellte auch klare Rezepte vor, wie man Partnerschaft lernen und trainieren kann. Erstaunliche Fakten über Partnerschaft...

Referat von Prof. Dr. Guy Bodenmann
Konferenzbericht von Susanne Thomann

 

Kinder und Eltern in armen Familien benötigen Denk- und Handlungsräume
Was bedeutet es, als Kind von Armut betroffen zu sein? Der Verzicht auf materielle Dinge ist nur die Spitze des Eisberges. Armut hat direkte Folgen für die Entwicklung des Kindes, seine physische und psychische Gesundheit sowie seine sozialen Möglichkeiten. Die Benachteiligung beginnt beim Kleinkind. Im Kindergarten ist es schon fast zu spät, aus dem Teufelskreis noch auszusteigen. Hilfestellung muss deshalb laut der Referentin Muriel Degen Koch vom Marie Meierhofer Institut für das Kind so früh als möglich ansetzen.

Referat von Muriel Degen Koch
Konferenzbericht von Susanne Thomann

Über das Zerbrechen langjähriger Ehen und die unterschiedlichen Wege der Bewältigung
Die Scheidungsrate bei Langzeitehen ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Warum zerbrechen so viele langjährige Partnerschaften? Das Referat von Pasqualina Perrig-Chiello, emeritierte Honorarprofessorin für Entwicklungspsychologie an der Uni Bern, gibt Antworten, regt zum Denken an und eröffnet neue und ermutigende Perspektiven.

Referat von Pasqualina Perrig-Chiello
Konferenzbericht von Susanne Thomann
Buchempfehlung / Online-Bestellung

Die Sozialhilfe ist unter Druck - Hintergründe, Fakten und Trends
Die erste Veranstaltung fand am 27. November 2018 im Politforum Käfigturm Bern statt.
Referent war Felix Wolffers, Leiter des Sozialamts der Stadt Bern.

Präsentation Felix Wolffers
Bericht von Susanne Thomann

Wandel der Familien - neue Generationenbeziehungen
Familie und Familienleben erfahren eine Wiederaufwertung, speziell auch in Städten. In diesem Rahmen haben sich auch Generationenbeziehungen verstärkt. Durch diese Entwicklung ergeben sich neue Kombinationen alter und neuer Lebens- und Familienformen. Allerdings profitieren nur jene Gemeinden von diesen Entwicklungen, die in ihren Angeboten den neuen Familienformen entgegenkommen (und veraltete Ehe- und Familienvorstellungen hinter sich lassen).
Referent war François Höpflinger, emeritierter Professor für Soziologie, Zürich.

Referat von François Höpflinger
Bericht von Susanne Thomann