Lunch am Puls

Gesellschaftliche Entwicklungen prägen unseren Arbeitsalltag. Was uns persönlich betrifft und betroffen macht, ist oft vielschichtig. Der Austausch mit Arbeitskollegen und Arbeitskolleginnen wie auch Experten und Expertinnen hilft uns, die Komplexität zu reflektieren und fassbarer zu machen. Dadurch erweitern sich unser Handlungsspielraum und unsere Handlungsmöglichkeiten.

Lunch am Puls bietet Angestellten Sozialdiakonie und weiteren interessierten Fachpersonen einen solchen Austausch. Das Programm 2020 widmet sich dem Themenfeld Familie. Die Treffen finden über Mittag (inkl. kleinem Lunch) statt. Nach den Kurzreferaten bleibt Zeit für Fragen und Austausch.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich. Bei Interesse und Fragen wenden Sie sich bitte bei Alena Ramseyer: Mail / 031 340 25 72.

Programm 2020

Was der Liebe gut tut
Die meisten Menschen suchen eine romantische Liebe, wollen Leidenschaft und Geborgenheit in ihrer Partnerschaft erfahren und wünschen sich trotz der hohen Scheidungsrate eine lebenslange, tragfähige und glückliche Beziehung. Neuere Untersuchungen zeigen, dass dieser Wunsch nach wie vor ungebrochen vorhanden ist, dass die Lebensabschnittpartnerschaften zwar eine Realität sind, jedoch nicht dem Wunsch nach Bindung und Beständigkeit entsprechen. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, was es braucht, um eine langfristig glückliche Beziehung zu führen. Dabei wird auf die Schlüsselrolle von Commitment für die Dauerhaftigkeit von Beziehungen eingegangen – nur wer sich um die Partnerschaft regelmässig und konsequent bemüht, kann die Liebe auf Dauer erhalten.

Referat von Prof. Dr. Guy Bodenmann, Psychologisches Institut Universität Zürich, Klinische Psychologie Kinder/Jugendliche & Paare/Familien

Wann: 11. Februar 2020, 12:00 bis 13:15 Uhr
Wo: Haus der Generationen, Bogenschützensaal 3, Bern


Christliche Familienbilder – vom Ideal zu neuem Verständnis

Die christliche Tradition birgt eine Fülle von Bildern und Werten, die auch unser heutiges Verständnis von Familie prägen. Welche davon tragen und halten zusammen? Welche grenzen aus? Welche wirken befreiend und ermutigend? Darüber finden heute intensive Auseinandersetzungen statt. Woran können wir uns orientieren, wenn wir Familien in der kirchlichen Arbeit begleiten und unterstützen wollen? Welche Familienbilder begegnen uns in der Bibel? Können sie heute noch hilfreich sein? Und wie hat die Reformation die Rollenbilder verändert? Das Referat stellt kritische Fragen und sucht nach Werten, die in den Kirchen von heute Familienpolitik und diakonisches Handeln leiten können.

Referat von Sabine Scheuter, Theologin, Beauftragte für Personalentwicklung und Diversity der Reformierten Kirche Zürich, Präsidentin der Frauenkonferenz des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes

Wann: 9. Juni 2020, 12:00 bis 13:15 Uhr
Wo: Haus der Generationen, Bubenbergsaal 2, Bern


Psychische Erkrankungen – eine Familienangelegenheit?
Erkrankt ein Elternteil beispielsweise an einer Depression, hat dies eine viel grössere Auswirkung auf das Familiensystem als beispielsweise eine schwere Lungenentzündung. Psychische Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft immer noch sehr stigmatisiert, und es herrscht immer noch eine grosse Sprachlosigkeit dem Thema gegenüber. Dr. Ihde geht in seinem Referat auf die möglichen Auswirkungen auf ein Famliensystem und insbesondere Kinder ein, zeigt aber vor allem auch Lösungsmöglichkeiten
auf, wie Familien besser als Gesamtsystem gestützt werden können.

Referat von Thomas Ihde, Chefarzt Psychiatrische Dienste der Spitäler fmi AG und Präsident der Stiftung Pro Mente Sana

Wann: 8. September 2020, 12:00 bis 13:15 Uhr
Wo: Haus der Generationen, Bubenbergsaal 2

 

 

Vergangene Veranstaltungen

Kinder und Eltern in armen Familien benötigen Denk- und Handlungsräume
Was bedeutet es, als Kind von Armut betroffen zu sein? Der Verzicht auf materielle Dinge ist nur die Spitze des Eisberges. Armut hat direkte Folgen für die Entwicklung des Kindes, seine physische und psychische Gesundheit sowie seine sozialen Möglichkeiten. Die Benachteiligung beginnt beim Kleinkind. Im Kindergarten ist es schon fast zu spät, aus dem Teufelskreis noch auszusteigen. Hilfestellung muss deshalb laut der Referentin Muriel Degen Koch vom Marie Meierhofer Institut für das Kind so früh als möglich ansetzen.

Referat von Muriel Degen Koch
Konferenzbericht von Susanne Thomann

Über das Zerbrechen langjähriger Ehen und die unterschiedlichen Wege der Bewältigung
Die Scheidungsrate bei Langzeitehen ist in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Warum zerbrechen so viele langjährige Partnerschaften? Das Referat von Pasqualina Perrig-Chiello, emeritierte Honorarprofessorin für Entwicklungspsychologie an der Uni Bern, gibt Antworten, regt zum Denken an und eröffnet neue und ermutigende Perspektiven.

Referat von Pasqualina Perrig-Chiello
Konferenzbericht von Susanne Thomann
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Die Sozialhilfe ist unter Druck - Hintergründe, Fakten und Trends
Die erste Veranstaltung fand am 27. November 2018 im Politforum Käfigturm Bern statt.
Referent war Felix Wolffers, Leiter des Sozialamts der Stadt Bern.

Präsentation Felix Wolffers
Bericht von Susanne Thomann

Wandel der Familien - neue Generationenbeziehungen
Familie und Familienleben erfahren eine Wiederaufwertung, speziell auch in Städten. In diesem Rahmen haben sich auch Generationenbeziehungen verstärkt. Durch diese Entwicklung ergeben sich neue Kombinationen alter und neuer Lebens- und Familienformen. Allerdings profitieren nur jene Gemeinden von diesen Entwicklungen, die in ihren Angeboten den neuen Familienformen entgegenkommen (und veraltete Ehe- und Familienvorstellungen hinter sich lassen).
Referent war François Höpflinger, emeritierter Professor für Soziologie, Zürich.

Referat von François Höpflinger
Bericht von Susanne Thomann