Interreligiöser Dialog

Durch Globalisierung und Migration sind die Religionen näher zusammen gerückt, weltweit und bei uns. Wir haben in den letzten Jahrzehnten positive Erfahrungen gemacht im ökumenischen Zusammenleben und in der Zusammenarbeit der Kirchen. Was unter den Konfessionen gilt, streben wir auch unter den Religionen an. Der Dialog unter den Religionen ist möglich. Der Dialog unter den Religionen ist unabdingbar. Der Dialog unter den Religionen vertieft den Glauben und stärkt die eigene religiöse Identität.

 

Der Dialog des Glaubens
Wir sind offen für den interreligiösen Dialog über den Glauben. Die Art, wie Jesus Angehörigen anderer Religionen begegnete, verpflichtet und ermutigt uns zum Bekenntnis und zum Dialog. Wir bemühen uns, im Dialog die anderen Religionen kennen zu lernen, Gemeinsames und Unterschiedliches zu erkennen und sind bereit, einander auch anzuerkennen. Es ist insbesondere die Aufgabe der Pfarrerinnen und Pfarrer, aus theologischer Sicht den Dialog unter den Religionen zu suchen mit dem Ziel, Verständnis für Andersdenkende und Andersgläubige zu wecken und zu fördern. 

Frieden und Toleranz
Radikalismus und Fundamentalismus sind intolerante Glaubensformen, die Hass und Angst säen und Gewalt erzeugen. Wir distanzieren uns von jeglichem Extremismus, der Menschen mit anderen Auffassungen bedroht, verurteilt oder bekämpft. Unsere Religion verpflichtet uns zum Frieden. Dasselbe erwarten wir von allen Religionen. Gerade der Tendenz zur Radikalisierung und zum Fundamentalismus, die in allen Religionen anzutreffen sind, ist am wirksamsten zu begegnen, wenn beharrlich und geduldig das interreligiöse Gespräch gesucht wird.  

Das Interreligiöse Gebet
Während interreligiöse Gebete von den einen entschieden befürwortet und gerne besucht werden, lehnen sie andere dezidiert ab. Wir bejahen das gemeinsame Gebet verschiedener Religionen und achten darauf, dass die Unterschiede nicht verwischt, sondern verständlich gemacht werden.